Das Besondere an MEAT LOAF war immer, natürlich neben dem gewaltigen Stimmvolumen, die Unterstützung durch JIM STEINMAN. Dieser schrieb dem großen Sänger seine großen Titel auf den Leib und machte ihn dadurch zu einem absoluten Superstar. ~ Lasse Gerlach aufklappen »
Aber während MEAT LOAF das Talent zum Vortragen und STEINMAN das Talent zum Dichten und Musik entwickeln hatte, fehlte doch beiden letztlich ein wenig das Gefühl für das (Pop-)Musikgeschäft. Aber von Beginn an: Im Jahr 1947 wird MEAT LOAF als Marvon Lee Aday In Texas geboren. Im Jahr 1967 zieht es ihn nach Los Angeles, wo er die Gruppe "Popcorn Blizzard" gründet, die zeitgleich auch "Meat Loaf Soul" genannt wird. Mit dieser Gruppe ist es ihm sogar vergönnt für große Bands wie beispielsweise THE WHO und THE STOOGES als Vorgruppe bei ihren Konzerten zu spielen.
Bei dieser Band hielt es ich jedoch nur, bis er die Möglichkeit bekam im Musical "Hair" mitzuspielen. Anschließend bekam er dann noch eine Rolle im berühmten Musical-Film "Rocky Horror Picture Show". In der Zwischenzeit veröffentlichte MEAT LOAF zusammen mit seinem Arbeitskollegen Stoney, das Album "Stoney & Meat Loaf". Zudem trifft er das erste Mal auf den Komponisten und Songschreiber JIM STEINMAN. Dieser ist auf der Suche nach einer passenden Stimme zu einer Musical Idee, die ihm im Kopf herumschwirrt.
MEAT LOAF scheint genau der richtige Mann für diese Aufgabe und so setzen die beiden sich schließlich zusammen. Die Idee ein Musical zu inszenieren verwerfen die beiden bald wieder. ("Never Land" hätte es heißen und eine auf Rocker umgemünzte "Peter Pan" Geschichte erzählen sollen) Stattdessen entschließen sie sich es auf einem Album zu veröffentlichen. Zum Glück für die beiden treffen sie daraufhin den Produzenten TODD RUNDGREN, der ihnen bei der Bearbeitung hilft. Zusammen veröffentlichen sie im Jahr 1977 "Bat Out Of Hell", das MEAT LOAF zum absoluten Superstar machen soll. In Großbritannien bleibt das Album beinahe 400 Wochen in den Verkaufscharts,
davon alleine 16 Wochen in den Top-Ten. Dafür erhält es sogar einen Eintrag im Guinness Buch der Weltrekorde. Dabei war das Prinzip komplett neu, so melodramatisch und pompös hatte bisher noch keine Veröffentlichung gewirkt, die Hörer waren jedoch begeistert. Allerdings war die Messlatte danach viel zu hoch um unter normalen Umständen Musik weitermachen zu können. Ein STEINMAN Soloalbum floppte in kommerzieller Hinsicht und wurde zudem mit negativen Kritiken bedacht. Auch weitere MEAT LOAF Alben, ob in Eigenregie geschrieben oder auch in Verbindung mit anderen Schreibern, unter anderem auch mit STEINMAN Titeln, erbrachten nicht den gewünschten Erfolg.
Depression und sogar eine Bankrott-Erklärung MEAT LOAFS waren die Folge. Im Jahr 1993 kam dann jedoch die Wende, als kaum noch jemand damit gerechnet hatte. STEINMAN und MEAT LOAF setzten sich wieder zusammen und schufen endlich den langersehnten Nachfolger zu "Bat Out Of Hell". "Bat Out Of Hell II: Back Out Of Hell" nimmt alle Vorzüge des Erstlings wieder auf und verzichtet auf Langatmigkeit. Es gelingt zwar nicht den unglaublichen Erfolg des ersten Teils zu wiederholen, doch das Album schafft doch sehr gute Verkaufszahlen und hält sich viele Wochen in verschiedenen Verkaufscharts rund um den Globus.
Weitere Veröffentlichungen bleiben daraufhin wieder etwas hinter den Erwartungen zurück. Auch die dritte Höllen-Fledermaus wird kein großer kommerzieller Erfolg: "Bat Out Of Hell III: The Monster Is Loose" bearbeitet MEAT LOAF allerdings auch wieder alleine, ohne Unterstützung durch STEINMAN.