Ins Leben gerufen wurde die aus Tampa, Florida stammende Death-Metal-Band "Obituary" 1984, damals als "Xecutioner". Zunächst waren sie mit dem Covern verschiedener Metal-Songs beschäftigt, dabei wurde ihr Spiel immer härter und schließlich fanden sie zu ihrem eigenen Stil. 1985 produzierten sie selbst ihre erste Single, von der es 500 Stück gab. Nach dem Demo "Xecutioner" (1986) nahmen sie das Album "Raging Death" auf. Einen richtigen Plattenvertrag brachte ihnen erst ein Demo von 1988 ein. ~ Metal Channel aufklappen »
Bevor sie loslegen konnten, stand jedoch die Umbenennung an, da bereits eine gleichnamige Band existierte, also nannte man sich fortan "Obituary" (übersetzt "Todesanzeige"). Ein Jahr später stand ihr offizielles Debüt "Slowly We Rot" in den Regalen. Der harte Sound war für die damalige Zeit noch recht gewöhnungsbedürftig, da Death-Metal noch in den Kinderschuhen steckte. Sie setzten dabei auch nicht auf High-Speed, sondern eher auf schwere, düstere Riffs und vor allem auf Growls. Auf besondere Texte wurde kein Wert gelegt. Vielmehr ist überliefert, dass Sänger John Tardy anfangs überhaupt keine Texte sang, sondern nur ins Mikro growlte.
Ist ja auch egal - wer auf Texte bzw. Botschaften steht, kann ja Bücher lesen. Zudem sind die üblichen Death-Metal-Vocals ohnehin meistens unverständlich. Relativ schnell wurden "Obituary" populär und brachten mehrere Alben heraus. Sie erwarben sich den Ruf, eine der kraftvollsten Death-Metal-Bands zu sein. Mehrere Umbesetzungen hatten die Band begleitet, bevor sie Album Nr. 4 "World Demise" (1994) aufnahmen. Dort wurde nunmehr bei den Lyrics Wert auf Inhalt gelegt, in der Regel politische Themen.
Mit den sich inhaltlich auf ähnlicher Linie befindlichen "Napalm Death" und "Machine Head" ging es dann auf Promo-Tour. Weitere Umbesetzungen folgten, einzelne Ex-Mitglieder gründeten weitere Bands (z.B. West: "Six Feet Under", Peres und De-Vito: "Catastrophic"). Das Ende von "Obituary" schien unvermeidlich. 2000 lösten sie sich auf. Die 2001-er-Best-Of-CD hat auch nichts mit einer Reunion zu tun, sondern ist, wie so oft, aus Profitgier des Labels heraus entstanden. 2003 war es dann doch soweit, "Obituary" existierte wieder und ihr Album "Frozen in Time" rutschte gleich in die Top-100 der Album-Charts in Deutschland hinein.
Line-Up - John Tardy - Gesang, Trevor Peres - Gitarre, Allen West - Gitarre, Frank Watkins - Bass, Donald Tardy - Schlagzeug