"Deicide" gehört wohl zu den Bands, die am vehementesten das Christentum ablehnen und diese Haltung zur Schau tragen. Ihre Texte drehen sich fast ausschließlich um satanistische und antichristliche Inhalte, ebenso spricht ihr Name Bände. "Deicide" ist zusammengesetzt aus "deus" (Gott) und "cide" (Mord). ~ Metal Channel aufklappen »
Als wäre das noch nicht genug, trägt Sänger Glen Benton auf seiner Stirn ein Branding in der Form eines umgedrehten Kreuzes. Selbstredend, dass er Mitglied in der Organisation amerikanischer Antikatholiken ist. Vielerorts haben "Deicide" wegen ihrer Geisteshaltung Auftrittsverbot. Auch gingen Gerüchte um, dass sie zu Ritualmorden tendieren, was ihnen schon mal bei einem Auftritt das Hochgehen einer Bombe einbrachte (die Tierschutzorganisation "Animal Militia" hatte sich an hirnrissigen Aussagen zu Tieropfern gestört). Sie überstanden dies unbeschadet. Gegründet wurde "Deicide" 1987 in Florida. Damals nannten sie sich "Amon" und veröffentlichten bis 1989 die zwei Demos "Feasting the Beast" und "Sacrificial". Es folgte die Umbenennung und 1990 ihr selbstbetiteltes Debüt-Album. Die Brachialität dieser Scheibe wurde durch den Zweitling "Legion" noch überboten.
In der nächsten Zeit konnte man "Deicide" live zusammen mit Bands wie "Disturbed", "Malevolent Creation", "Cannibal Corpse", "Suffocation", "Obituary", "Actrocity" oder "Gorefest" erleben. Die 1995er-Scheibe "Once Upon The Cross" wird zu den heftigsten Death-Metal-Werken überhaupt gerechnet, das Artwork besteht aus einem ausgeweideten Jesus. Die Reaktionen waren wie gehabt: Von der Presse verdammt, von den Fans verehrt. Dies war stets so und blieb auch weiterhin so. Zugute hielten die Fans "Deicide", dass sie über 15 Jahre hinweg in der selben Besetzung spielten, erst 2004 gab es eine Line-Up-Änderung, mit der dann "The Stench Of Redemption" eingespielt wurde. Das Album erschien im August 2006.
Line-Up - Glen Benton ? vocals and bass, Eric Hoffman - guitar, Brian Hoffman - guitar, Steve Asheim - drums