Aus dem Land des Karnevals und des Samba-Sounds kommen mitunter auch ganz andere Klänge: Die Death-Metaller "Krisiun" sorgen dafür. Sie wurde von den drei Brüdern Alex Camargo, Moyses Kolesne und Max Kolesne gegründet. Der Bandname bezieht sich auf "Mare Crisium" (lat. für etwa "Meer der Gefahren"), einen Mondkrater. ~ Metal Channel aufklappen »
In den ersten Jahren ihres Schaffens veröffentlichten sie das Demo "The Plague" (1992), "Evil Age" (eine Split-EP mit "Harmony Dies", 1993) und zwei weitere EPs ("Curse of the Evil One" (1993) sowie "Unmerciful Order" (1994)), ehe nach Vertragsabschluss ihr Debüt "Black Force Domain" 1995 produziert wurde.
Sie kamen recht gut an und traten eine Welle von Bandgründungen in ihrem Heimatland los - plötzlich gab es eine Reihe von Bands, die ihren Stil spielten, z.B. "Nephtash" oder "Abhorrence". Die "Krisiun"-Leute jedenfalls organisierten selbst ein paar Touren durch Europa und waren bald schon mit Bands wie "Napalm Death", "Kreator", "Dimmu Borgir" oder "Soilwork" zu sehen.
1999 spielten sie in den USA, u.a. auf dem "Milwaukee Festival" und etablierten sich nun auch dort. Ende des Jahres konnten sie zu ihrer Freude zusammen mit "Morbid Angel" auftreten. Nach "Conquerors Of Armageddon" (2000) folgte eine weitere ausgedehnte Tour mit 120 Konzerten quer durch die Welt.
Die weiteren Veröffentlichungen ("Ageless Venomous" (2001), "Works Of Carnage" (2003), das 2004er-Mini-Album "Bloodshed" und die DVD "Live Armageddon" (auch 2004) waren, wie gewohnt, von haufenweisen Auftritten begleitet, u.a. mit "Dark Funeral", "Nile", "Marduk" "Cannibal Corpse", "Deicide" oder "Hate Eternal" und boten nach wie vor extremen technisch sauber gespielten High-Speed-Metal.
Nach weiteren Shows in den USA mit "All Shall Perish", "Hate Eternal", "Into Eternity" und "Incantation" ging es an das Album "AssassiNation" (Anfang 2006), bei dem neben Geschwindigkeit auch auf Eingängigkeit Wert gelegt wurde. Line-Up - Alex Camargo - vocals/bass, Moyses Kolesne - guitar, Max Kolesne - drums