"Skid Row" (US-Ausdruck für die Ghettos amerikanischer Städte) wurde 1986/1987 in New Jersey gegründet. Von Anfang an dabei waren Gitarrist Dave "Snake" Sabo und Bassist Rachel Bolan. Erweitert wurde das Line-Up mit Gitarrist Scotti Hill und Schlagzeuger Rob Afuso, somit fehlte nur noch ein Sänger. Diesen fand man zunächst in Form von Matt Fallon (Ex-"Anthrax") - ein Einstand, der allerdings nicht lang währte. Er wurde nämlich schnell durch Sebastian Bierk (Künstlername: Sebastian Bach) ersetzt - das kostete allerdings die Kleinigkeit von 200.000 US Dollar, da er erst von seinem Ex-Manager freigekauft werden musste. ~ Metal Channel aufklappen »
Bezahlt hat die Summe zunächst Snake's Kumpel Jon Bon Jovi. So unterstützt, konnten "Skid Row" auch bald einen Plattenvertrag unterschreiben. Nichts gibt's umsonst - der gleichzeitig unterzeichnete Publishing-Vertrag mit Bon Jovi's "Underground Music Company" führte dazu, dass alle Veröffentlichungstantiemen an Jon Bon Jovi und Richie Sambora flossen. Wie auch immer - das selbstbetitelte Debütalbum erschien 1989. Die Promotour zum bis dahin noch gar nicht erhältlichen Album fand - wie sollte es auch anders sein - als Bon-Jovi-Support-Act statt. Auftritte mit Ozzy Osbourne, "Mötley Crüe", "Scorpions", "Cinderella", "Europe", "Vixen", "White Lion" und "Aerosmith" schlossen sich an.
Mit mehr als 5.000.000 verkauften Exemplaren wurde ihr Erstling zum erfolgreichsten Debüt-Album der Musikgeschichte. Der Zweitling "Slave To The Grind" (1991) landete von Null auf Platz Eins der US-Billboard Charts. Die Promotour erfolgte mit "Guns N' Roses". In der Londoner Wembley Arena erhielten sie lebenslanges Auftrittsverbot, weil sie gegen die Auflage verstoßen hatten, den Song "Get The Fuck Out" nicht zu spielen. Auch war es ihnen verboten worden, das ach so schlimme Wort "Fuck" zu benutzen. Manchmal fragt man sich, was für bornierte bewusstlose Betonköpfe, die sich (allen Ernstes) als Moral- oder Sittenwächter verstehen (sind wahrscheinlich die gleichen Typen, die nichts gegen Kriege, Genozide, Ressourcenausbeutung,
Medienmanipulation oder soziale Kälte einzuwenden haben), solche hirnrissigen Auflagen erwirken. Die Regel ist natürlich, dass dies stets das Gegenteil des Beabsichtigten bewirkt. Diese Zeit, Anfang der 90er-Jahre, war die erfolgreichste in der Bandgeschichte, in der sie auch zahlreiche Auftritte ("Monsters of Rock" 1992, eine 20 Monate währende Welttournee) absolvierten. Bei weitem nicht mehr so erfolgreich war "Subhuman Race" (1995), das an Härte zugelegt hatte. Wie so viele andere Rockbands zu dieser Zeit auch, trennten sich die "Skid Row"-Mitglieder 1996 und bastelten an eigenen Projekten.
1998, 1999 gab's die Reunion und man tourte mit "Kiss" und "Ted Nugent" durch Amerika, auch kam 1999 ein Best-Of ("Forty Seasons") heraus. 2003 erschien "Thickskin". Wie vorauszusehen war, konnte es jedoch weder hinsichtlich des Niveaus, noch hinsichtlich des Erfolgs an frühere Zeiten anknüpfen. Line-Up - Johnny Solinger - Gesang, Dave "Snake" Sabo - Gitarre, Scotti Hill - Gitarre, Rachel Bolan - Bass, Phil Varone - Schlagzeug
Ex-Mitglieder - Matt Fallon - Gesang, Sebastian Bach - Gesang, Charlie Mills - Schlagzeug