"Krokus" aus Solothurn ist sicherlich die erfolgreichste Schweizer Rock-Band überhaupt. International anerkannt hatten sie sogar in den USA Platin-Status inne und bekamen die Ehrenbürgerschaft von Tennessee. Der Bandname könnte sich auf das auch in der Schweiz beheimatete Schwertliliengewächs beziehen oder ist aus "to krok" ("würgen" im engl. Slang) und "us" ("uns") zusammengesetzt. Ihr erstes selbstbetiteltes Album erschien 1975, bot allerdings noch nicht den typischen Sound, für den sie berühmt wurden. ~ Metal Channel aufklappen »
Noch vor dem zweiten Album "To You All" nahm die Geschichte der Umbesetzungen ihren Lauf, die ihnen später noch zu schaffen machen sollte. Nach "Painkiller", einer Europa-Tour mit "Nazareth", "Rainbow" und "Ted Nugent" und einer überragenden Performance beim "Reading Festival" landeten sie mit dem Song "Heatstrokes" auf Platzt eins in den englischen Rock-Charts und erreichten schon Dreifach-Platin für das aktuelle Album. Auf diesem Erfolg wurde mit den kommenden Veröffentlichungen aufgebaut, als da wären: "Hardware" (1981), "One Vice At A Time" (1982) und "Headhunter", das wohl den Höhepunkt in der Bandgeschichte darstellt.
Dazwischen tourten sie natürlich eifrig, u.a. mit "Cheap Trick", "Rainbow", "Motörhead", "Rush", "Def Leppard" oder "Judas Priest". Auftritte vor Tausenden bis Zehntausenden wurden zur Routine. Nach "The Blitz" (1984) und "Change Of Address" (1986) begann der Stern zu sinken. Nicht nur, dass die Kommerzialisierung ihren Tribut forderte, auch die nicht enden wollenden Line-Up-Veränderungen setzten der Band zu. Daran änderte auch das 1988er-Album "Heart Attack" wenig und bald darauf löste sich die Band auf.
Ein neuer Start folgte natürlich in Kürze. 1990 brachten "Krokus" "Stampede" heraus, das allerdings weitgehend floppte. Es schloss sich eine Zeit der Versenkung an. Mit abermals geänderter Besetzung gab es 1994 eine Cover-Single mit einem "Bachman Turner Overdrive"-Klassiker. Ihr Album "To Rock Or Not To Be" rutschte in den Schweizer Charts auf Platz fünf. Wieder fiel die Band auseinander, diesmal bis zum nächsten Lebenszeichen 1999. Dort erschien "Round 13", gefolgt von einer Tour durch England.
2002 stieg Marc Storace wieder ein und sie schafften es, mit "Rock The Block" Anfang 2003 nochmals Platz eins der Schweizer Charts zu erobern, woraufhin sie mit Platin ausgezeichnet wurden. Nach dem Live-Album "Fire And Gasoline" (2004) und einer Amerika-Tour im Herbst 2005 kam im September 2006 Studioalbum Nr. 15, genannt "Hellraiser", heraus.
Line-Up - Marc Storace - Gesang, Mandy Meyer - Gitarre, Dominique Favez - Gitarre, Tony Castell - Bass, Stefan Schwarzmann - Schlagzeug