Das erste Mal auf sich aufmerksam machte der 1951 in Irland geborene Robert Frederik Zenon Geldof, als er im Jahr 1975 mit Freunden eine Band gründete. Diese trug zunächst den Namen "Nightlife Thugs", benannte sich jedoch bald in die BOOMTOWN RATS um. Zwei Jahre später bekamen sie einen Vertrag bei einem Label als der Punk-Rock geradewegs auf seinen Zenit zusteuerte. Schnell wurde die Gruppe, vor allem jedoch der charismatische BOB GELDOF selbst, zum Aushängeschilder des Genres. ~ Katina Kampardina aufklappen »
Obwohl sie mit Titel wie "I Don't Like Mondays" und "Rat Trap" in Großbritannien Erfolge feierten, blieben sie außerhalb der Insel weitgehend unbekannt. Dies änderte sich erstmals, als GELDOF im PINK FLOYD Film "The Wall" als Hauptdarsteller agierte. Außerdem übernahm er eine Rolle im Film "Number One" (1982), in dem er einen zunächst etwas glücklosen Billardspieler mimt. Dernnoch verblassen all diese Erfolge GELDOFs angesichts seiner zukünftigen ab 1984.
Tief berührt von einem Fernsehbeitrag über die Hungersnot der Menschen in Äthiopien, beschließt der Musiker etwas für die Menschen zu tun. Da er durch seine aktive Zeit als Musiker viele Künstler kennt, gründet er die LIVE AID Organisation und veröffentlicht unter diesem Namen den Titel "Do They Know It's Christmas". Gemeinsam traten zu diesem Event die bekanntesten Künstler ohne Gage auf, um auf das globale Problem der Hungersnot aufmerksam zu machen. Anschliessend baten die Musiker das Publikum und Zuschauer um Spenden.
Erstaunliche 84 Millionen Dollar kamen auf diese Weise zusammen. Hilfsorganisationen, die GELDOF infolge dessen in verschiedenen Ländern entwickelte, erhöhten die Summe noch auf rund 150 Millionen Dollar. Inspiriert durch den Erfolg schufen daraufhin MICHAEL JACKSON und LIONEL RICHIE eine ähnliche Kampagne und nahmen den Titel "We Are The World", in Zusammenarbeit mit zahlreichen großen US-Künstlern sowie BOB GELDOF auf. Persönlich konnte der Musiker jedoch nicht so sehr von seiner medialen Präsenz profitieren.
Das sechste, auch in den Vereinigten Staaten veröffentlichte, BOOMTOWN RATS Album brachte keinen kommerziellen Erfolg. Die Gruppe wurde daraufhin von ihrem Label fallengelassen. BOB GELDOF entschloss sich deshalb dazu es als Solokünstler zu versuchen. Diverse Singles veröffentlichte er mit wenig Erfolg. Die Singleauskopplungen "This Is The World Calling" und "The Great Song Of Difference" hingegen konnten sich beide erfolgreich in den Charts behaupten.
Später folgten weitere Hilfsprojekte für Afrika, die GELDOF unter anderem zusammen mit BONO (U2) organisierte. Drei Mal wurde der charismatische Musiker bereits für den Friedensnobelpreis nominiert, erhielt außerdem neben diversen Musik-Auszeichnungen den britischen Adelstitel von Queen Elizabeth II persönlich und darf sich nun SIR BOB GELDOF nennen. Im Jahr 2001 veröffentlichte der Musiker erneut ein Soloalbum: "Sex, Age & Death". Es scheint, dass der Künstler und Menschenfreund GELDOF seine humanitäre Arbeit vor die der Musik stellt, denn nach wie vor ist GELDOF vehement bestrebt, durch seinen Einfluss und seine organisierten Events, Geld für Bedürftige zu sammeln und dadurch die Welt zu einem besseren Platz zu machen.