Wer auf heftige Klänge steht, ist mit der belgischen Band "Aborted" sicherlich gut bedient. Speed, Härte und Staubsaugervocals (jedoch nicht ausschließlich) bilden eine gefällige Einheit - nicht immer innovativ, aber zum Bangen allemal bestens geeignet. ~ Metal Channel aufklappen »
Die 1995 im belgischen Beveren gegründete Formation (von Sänger Sven de Caluwe initiiert) liefert einen brutalen, präzise gespielten und technisch gut umgesetzen Sound ab, der zwischen Death-Metal und Grindcore bzw. Goregrind angesiedelt ist. In ihren Texten kommt immer wieder das Thema "Massenmörder" vor. 1997 war das Line-Up komplett (wie es sich für Grindler gehört, mit den entsprechenden Namen - Gurgloroth, Bassturbations und Bulging Sick String Mayhem) und man konnte sich an die ersten Veröffentlichungen machen. Die Demos "The Necrotorous Chronicles" und "The Splat Pack" (beide 1998) sowie ihr in Eigenregie erstelltes Debütalbum "The Purity of Perversion" (1999) waren von der Klangqualität her alles andere als perfekt; dies änderte sich mit der Split-CD "Aborted / Christ Denied" (2000) bzw. "Engineering the Dead" (2001) auch nur geringfügig - der bessere Sound sollte erst später kommen.
Im weiteren Verlauf waren "Aborted" eifrig am Touren, so konnte man sie zusammen mit "Catastrophic", "Cryptopsy", "Dying Fetus" oder "Kataklysm" live erleben. Was die Beständigkeit des Line-Ups anbetrifft, lässt diese sehr zu wünschen übrig - Besetzungswechsel standen fast an der Tagesordnung und ziehen sich quer durch die Bandgeschichte. Nichtsdestotrotz bewiesen "Aborted" Umtriebigkeit - jedes Jahr stand mindestens ein neues Werk in den Plattenläden und ihre Live-Aktivitäten liefen uneingeschränkt weiter. Sie standen u.a. zusammen mit "Suffocation", "Despised Icon" und erneut "Cryptopsy" auf der Bühne, sowohl in den Staaten als auch in Europa. 2006 erschien ihre DVD "The Auricular Chronicles", im Folgejahr die CD "Slaughter & Apparatus - A Methodical Overture" und Mitte 2008 "Strychnine.213".
Darauf ist nach vor Brutal-Metal zu hören, jedoch wurde offenbar weniger Wert auf Höchstgeschwindigkeit gelegt. Die sich anschließenden Touren bestritten sie zusammen mit "Katakylsm", "The Black Dahlia Murder", "Vader" u.a.