Mensch, wie hat mir EVIDENCE ONE in letzter Zeit zu schaffen gemacht. Einerseits ein sehr netter Gig beim Cat-Rock Festival im Sommer. Andererseits bin ich eher der Mensch, der nicht leicht durch diese Art von Musik zu beeindrucken ist. Aber da APM Records ja bekanntlich nicht willkürlich Bands unter Vertrag nehmen, muss da schon was dran sein. Und auf dem W:O:A waren sie ja auch schon zu Gast. ~ metal-channel aufklappen »
Die große Begeisterung wurde es zwar nicht, aber durch vermehrtes Hören des Longplayers konnte ich einige nette Passagen finden. Leider gibt es auch ein paar Totalausfälle auf "The Sky is the Limit" zu finden. EVIDENCE ONE ist eine der wenigen Bands ihres Genres, zu denen schnelle Songs einfach nicht passen. Zwar wünscht man sich manchmal ein wenig mehr Druck, aber hört man sich an, was dabei rum kommt, wenn mal etwas zu sehr auf das Gaspedal getreten wird, wünscht man sich gleich einen Rückzieher. Einer dieser Songs ist "Mr. Madness". Einer der oben genannten Totalausfälle. Die netten Passagen sind meist nette Riffings, aber durch langweilige und viel zu oft vorkommende Refrains geraten diese leicht wieder in den Hintergrund. Ein wenig Hoffnung nach einem kurzen Solo, gefolgt vom immer wiederkehrenden nervenden Refrain. Alles wie gehabt.
Es fällt mir leicht zu sagen, dass ich nicht durch diesen Longplay zu begeistern bin, ganz egal, ob ich mir die Scheibe noch zehn oder hundert Mal um die Ohren schlage. Schwerer ist es hier allerdings objektiv zu bewerten. Anhand anderer, in Unmassen vorhander Platten auf dem Markt, die diese verblassen lassen dürften wie ein an Grippe erkranktes Kind, kann ich allerdings sagen, dass AXXIS in meinem Gehör auf sehr viel mehr Sympathie stoßen. Die klingen nicht so zwingend 90'er mässig und haben ihren eigenen Sound gefunden und perfektioniert. Wer 90'er Sound will, sollte sich einfach "Painkiller" von Judas Priest geben. Zwar sind die Briten nicht so melodisch, dafür begeistern sie auch eingefleischte Anhänger der härteren Schiene. Im Gegensatz zu EVIDENCE ONE.