"Iron Maiden" gehört zweifellos zu den bekanntesten, beständigsten und prägendsten Heavy-Metal-Bands überhaupt. Sie werden im Allgemeinen, ebenso wie z.B. "Judas Priest", "Saxon" oder "Def Leppard", dem "New Wave of British Heavy Metal" ("NWBHM") zugerechnet. Der Name könnte sich auf das gleichnamige Folter- und Tötungsinstrument (Eiserne Jungfrau) beziehen, weckt aber auch Assoziationen zu Margaret Thatcher, der "eisernen Lady", zumal diese auf den Artworks der ersten beiden Platten als Vorlage diente (auf der Single "Women In Uniform" lauert sie mit einer Maschinenpistole dem Bandmaskottchen "Eddie", das übrigens auf keinem Cover fehlt, auf). ~ Metal Channel aufklappen »
Nach einigen Live-Aktivitäten und einem Demo (später als "The Soundhouse Tapes" vermarktet) bekam die 1975 vom Londoner Bassisten Steve Harris gegründete Band 1979 einen Plattenvertrag. Ihr selbstbetiltes Debüt-Album kam 1980 auf den Markt. Mit "Running Free" traten sie bei "Top of the Pops" auf, wo sie standesgemäß ohne Playback auftraten. Es folgten Auftritte als Vorgruppe von "Judas Priest", "Kiss" und "UFO", der Zweitling "Killers" (1981) und abermals eine ausgedehnte Tour durch 14 Länder. Einen guten Griff taten sie mit Bruce Dickinson, der von 1981 bis 1993 und dann wieder ab 1999 den Gesang übernommen hatte./p>
"The Number of the Beast" (1982) brachte der Band den weltweiten Durchbruch und gilt als Inbegriff des Heavy-Metal. Es verkaufte sich mehr als eine Million mal und enthält Stücke, die als Klassiker angesehen werden. Kommerziell sehr erfolgreich waren auch die kommenden Alben (z.B. "Piece Of Mind" (1983) und "Powerslave" (1984). Das Live-Doppel-Album "Live After Death" (1985) erwarb sich den Ruf als eines der besten Metal-Live-Alben). Die nächsten Werke mit geringfügig verändertem Sound ("Somewhere In Time" (1986), "SIT", das Konzeptalbum "Seventh Son Of A Seventh Son" (1988) bauten ihre Bekanntheit weiter aus.
Es gab mehrere Chart-Platzierungen. Nach "No Prayer for the Dying" (1990) und "Fear of the Dark" (1992) mit einigen Klassiker-Songs und drei Live-Scheiben verließ Bruce Dickinson die Band. Ein Jahr später kam für ihn Blaze Bayley ins Boot. Mit ihm wurde Album Nr. 10 "The X-Factor" und "Virtual XI" aufgenommen. Sie kamen aber bei weitem nicht mehr so gut an. Auch war das Publikum bei ihren Live-Auftritten deutlich geschrumpft. Mit Bruce Dickinson's Wiedereinstieg 1999 ging es wieder aufwärts. Auch Adrian Smith gesellte sich erneut hinzu. Wobei Gitarrist Janick Gers (der ja für seine spektakulären Verrenkungen während des Gitarrenspielens bekannt ist) in der Band verblieb und "Iron Maiden" somit drei Gitarristen aufwies.
Die Reunion-Tour war sehr erfolgreich, auch das 2000er-Album "Brave New World" verkaufte sich zufriedenstellend. Beim 2001er-"Rock in Rio"-Festival spielten sie vor einem 250.000-Leute-Publikum, dazu erschien ein Live-Album mitsamt DVD. "Dance of Death" (2003), Album Nr. 13, enthielt orchestrale, balladeske und progressive Elemente. Ihm folgten zwei "Best-Of"-Veröffentlichungen ("Eddie's Archive" sowie "Edward the Great"), und 2004, die DVD "The Early Days ? Part I" mit der Bandgeschichte von 1976 bis 1983. 2005 standen wieder zahlreiche Shows an, u.a. auf Festivals wie "Full Force", "Rock am Ring" und "Rock im Park", weiterhin im Ullevi Stadium in Göteborg, die auch vom schwedischen Fernsehen übertragen wurde.
Wie auf dem 2006er-Werk "A Matter of Life and Death" zu hören ist, hatte sich der musikalische Stil etwas verändert, man ging etwas progressiver zu Werke. "Iron Maiden" schafften es, auf Platz eins der deutschen Albumcharts zu rutschen. Auch in Italien, Finnland, Schweden, Polen, Brasilien, Griechenland, Slovenien, Tschechien und Kroatien gelang ihnen dies.
Line-Up - Bruce Dickinson - Gesang, Dave Murray - Gitarre, Adrian Smith - Gitarre, Janick Gers - Gitarre, Steve Harris - Bass, Nicko McBrain - Schlagzeug